SELTENE CHEMOTHERAPIE BEI REZIDIV ODER METASTASEN 

Eine Chemotherapie wird beim metastasierten Brustkrebs nur in Ausnahmefällen eingesetzt. Dazu zählen: 

  • rasches Voranschreiten (Progression) der Brustkrebs-Erkrankung. 
  • hormonrezeptornegativer Brustkrebs, für den eine Antihormontherapie nicht wirksam ist. 
  • wenn die Krebszellen nicht mehr auf eine Antihormontherapie ansprechen (Resistenz). 

In diesen Situationen spricht die Medizin von einer palliativen (lindernden) statt einer heilenden Chemotherapie. Sie verfolgt das Ziel, die weitere Ausbreitung von Tumorzellen zu verzögern und Symptome zu lindern. So kann eine palliative Chemotherapie häufig die Lebenszeit verlängern und die Lebensqualität erhalten. 

Der Ablauf der Chemotherapie richtet sich nach der individuellen Situation der Patientin. In manchen Fällen wird sie mit zielgerichteten Medikamentenkombiniert. 

Der Ablauf und die Nebenwirkungen ähneln der Chemotherapie beim Brustkrebs im Frühstadium. 

Icon Brust rosa

Referenzen

https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/therapie/chemotherapie.html (zuletzt abgerufen am 29.04.2024)

https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/chemotherapie.php (zuletzt abgerufen am 29.04.2024)

https://www.mamazone.de/brustkrebswissen/frueherkennung-diagnose/behandlung/chemotherapie/ (zuletzt abgerufen am 29.04.2024)

https://www.gesundheitsinformation.de/frueher-brustkrebs-ist-eine-chemotherapie-sinnvoll.2276.de.html?part=behandlung-5d (zuletzt abgerufen am 29.04.2024)

Patientinnenleitlinie „Brustkrebs im frühen Stadium“, „Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Stiftung Deutsche Krebshilfe, 12/2018