ANTIHORMONTHERAPIE BEIM METASTASIERTEN BRUSTKREBS 

Für die Antihormontherapie beim metastasierten Brustkrebs gelten grundsätzlich die gleichen Zusammenhänge und Hintergründe wie für Brustkrebs im Frühstadium. Das heißt, die Entscheidung für eine Antihormontherapie hängt vom Eintritt der Wechseljahre ab (Menopausenstatus).

  • Blockade der Hormonproduktion in den Eierstöcken mit GnRH-Analoga (GnRH: Gonadotropin-Releasing-Hormon) und in anderen Geweben wie den Nebennieren, Muskeln, im Fettgewebe und in der Leber mit Aromatasehemmern, die das Östrogen-produzierende Enzym Aromatase blockieren.
  • Anti-Östrogen: Im Vergleich zum Brustkrebs im Frühstadium stehen für die Antihormontherapie des metastasierten Brustkrebses weitere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Neben der bereits bekannten Blockade der Östrogen-Bindestelle gibt es Anti-Östrogene, die den Hormonrezeptor vollständig ausschalten und sogar zu dessen Abbau führen.
  • Kombination der Antihormontherapie mit zielgerichteten Therapien: Diese Medikamente greifen in bestimmte Signalwege oder Strukturen einer Brustkrebszelle ein und verhindern so deren Teilung. Sie können zudem die Wirkung der gleichzeitig anwendeten Antihormontherapie verbessern. Zu den zielgerichteten Medikamenten gehören unter anderem:
    • mTOR-Hemmer
    • CDK4/6-Hemmer
    • PI3K-Hemmer

Mehr zur zielgerichteten Therapie beim metastasierten Brustkrebs erfahren Sie hier.

Brust Icon 2 blau

Referenzen

„Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Patientinnenleitlinie: Metastasierter Brustkrebs. Stand: 2018, unter: https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Patientenleitlinien/Metastasierter-Brustkrebs_Patientenleitlinie_DeutscheKrebshilfe.pdf  (zuletzt abgerufen am 07.04.2026)  

Österreichische Krebshilfe. Metastasierter Brustkrebs. Stand: 07.2024, unter: 2024080_Metastasierter_Brustkrebs___web.pdf (zuletzt abgerufen am 29.04.2026)