CHEMOTHERAPIE BEI REZEDIV ODER METASTASEN
Auf den Einsatz einer Chemotherapie im fortgeschrittenen Stadium einer Brustkrebserkrankung wird nach Möglichkeit verzichtet oder so lange wie möglich hinausgezögert. In folgenden Situationen sollte sie in Betracht gezogen werden:
- wenn die Erkrankung sehr rasch voranschreitet
- wenn die Tumorzellen hormonrezeptornegativ sind, d. h. eine Antihormontherapie nicht wirken würde
- wenn die Tumorzellen nicht mehr auf eine Antihormontherapie reagieren (Resistenz)
Die palliative Chemotherapie zielt vor allem darauf ab, die weitere Ausbreitung der Tumorzellen zu stoppen und Symptome der Krebserkrankung zu lindern. Auf diese Weise kann oft die Lebenszeit bei guter Lebensqualität verlängert werden.
Die Planung der Chemotherapie, ihre Dauer, die Medikamente und die Zyklen werden daher immer auf die Situation der einzelnen Patientin abgestimmt.
In manchen Fällen kann eine Chemotherapie auch in Kombination mit zielgerichteten Medikamenten erfolgen.
Der Ablauf und die Nebenwirkungen ähneln der Chemotherapie beim Brustkrebs im Frühstadium.
Referenzen
https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/brustkrebs/therapie/chemotherapie.html (zuletzt abgerufen am 07.04.2026)
https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/chemotherapie.php (zuletzt abgerufen am 07.04.2026)
https://www.mamazone.de/brustkrebs-behandeln/chemotherapie/ (zuletzt abgerufen am 07.04.2026)
https://www.gesundheitsinformation.de/frueher-brustkrebs-ist-eine-chemotherapie-sinnvoll.2276.de.html?part=behandlung-5d (zuletzt abgerufen am 07.04.2026)
„Leitlinienprogramm Onkologie“ der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., der Deutschen Krebsgesellschaft e. V. und der Stiftung Deutsche Krebshilfe. Patientinnenleitlinie: Metastasierter Brustkrebs. Stand: 2018, unter: https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Patientenleitlinien/Metastasierter-Brustkrebs_Patientenleitlinie_DeutscheKrebshilfe.pdf (zuletzt abgerufen am 07.04.2026)